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Ein schwerer Traum.
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Berichte über den Indianer, meinen Opi, Strumpfhosen, abgelatschte Treppen, Fähnchen, Schlaganfälle, Reis und meinen Freund -> Morgen und die nächsten Tage.



Ich liebe Deutschland. *wohlig seufz*



Willkommen zu Hause.



~...am I wrong or am I right?...~
1.7.07 23:19


Meine Ordnung ist kaum wiederzufinden unter all den Vorhaben, die mich bis zum 14. Juli begleiten.


Und heute bin ich noch sehr müde und durcheinander, bin auf dem Sofa eingeschlafen, wollte doch lieber auspacken und aufräumen und planen und die Bilder bearbeiten.

Aber dann kam Claudia und Julius ließ mich kaum mehr los, hatte mich wohl vermisst. Und ich konnte nicht verhindern, dass ich mich dennoch leer fühlte. Und unnütz. Unbrauchbar.

Unwichtig.

Zwischen den Alltäglichkeiten, die es in Paris nicht gab, bin ich mit meinen naiven Gedanken wieder einmal, so wie zuvor und fortwährend, fehl am Platz.

Unbemerkt verschwinde ich in meiner kleinen Ecke...



Wünsche mir, jemand würde sagen 'Komm her und geh nicht wieder weg...'.
Doch dafür findet keiner Zeit. Und jeder möchte lieber seine Ruhe, als meine Anwesenheit. Bin auch wirklich zu anhänglich.
In meinem hilflos schusseligen Versuch Tapferkeit zu zeigen.




Ach, was bin ich denn schon wieder so verheult.






~...mit allen Extras...~
2.7.07 22:56


Aber auch heute habe ich noch keinen freien Kopf für Erzählungen und Zusammenfassungen.

Immerhin sind die Bilder bearbeitet, allesamt, und nun müssen sie nur noch hochgeladen werden und die Bestellung geht los. Damit Chrissie sich freuen kann und die Reise den perfekten Abschluss finden kann.


Ich wünsche mir auch heute etwas mehr Aufmerksamkeit.



Mit Odett habe ich telefoniert. Werde sie am 17. hier her holen und hoffentlich ruhige Stunden mit ihr verbringen. Dieses Mal muss ich sie fotografieren. Ihre Schönheit einmal selbst einfangen zu dürfen, wäre ein großes Glück.
Die Autobahnfahrt heute verlief sehr gut, jedoch bemerke ich mehr und mehr meine Schwächen. Und muss an ihnen arbeiten.


Im Büro war viel zu tun, Frau G. freute sich über ihre Karte und Morgen muss ich noch einmal helfen. Der Waldgottestdienst steht schon wieder an und es müssen fünfhundert Exemplare meiner selbstentworfenen Liedblätter kopiert werden. Und gefalten. Mhm.




Morgen Abend dann das Konzert. Das nun so plötzlich kommt, dass ich es kaum fassen kann.




Spontanität ist nicht mein Ding.




Wie sehr schmerzt es, nur leicht berührt zu werden, wenn man sich eine Umarmung und einen Kuss wünscht?

Mh.





~...against me...~
3.7.07 23:04


Tatsächlich habe ich nicht damit gerechnet, dass es so spät wird.
Aber bereits die erste Vorband, ein merkwürdig afrikanischer, hyperaktiver Chor, den wir uns in der Schlange vor dem Nudelhaus anhörten, ließ sich besonders viel Zeit bei ihrem Auftritt.
Fertig mit den Nudeln und nach einer ausgetrunkenen, von mir gekauften (während der Wartezeit bin ich zwei jungen Männern auf den Fuß gelatscht, die es mir aber Gott sei Dank nicht übel nahmen), Cola, sind wir dann Richtung Masse gewandelt. Hindurch durch den Äußeren Ring. Dann standen wir im Graben. Im Flur. Im Gang. Und dann wurde es schwieriger. Aber irgendwie. Standen wir dann doch plötzlich mittendrin.
Und. My Chem kam auf die Bühne. Claudia sah gar nichts. Ich allerdings erfreute mich an einer guten Sicht. Jawohl. Frank's Frisur find ich sehr schick. Mikey ist immer noch in den Flitterwochen, schätz ich. Ray. Erm. Ausrufezeichen. Ich mag Ray. o.o; Ah! Und ein Keyboarder. Und. Gerard vorerst mit Sonnenbrille. Das war eine dumme Sache. Sein Stil ist mir momentan eh schon zu schnieke. Und dann diese Fönwelle. ö___ö Bob sah gut aus. Ja, das muss ich sagen. Ja.
Aber. Um zum wichtigen Punkt zu kommen. Der Auftritt war sehr gut. Sie verbessern sich. Und wäre das Publikum mehr abgegangen, hätte es noch mehr Fetz gebracht.
Njo.
Cancer hätten sie allerdings lieber weglassen sollen. Ich will nicht sagen, dass es schlecht war. Im Gegenteil.
Und ich war begeistert von der gesanglichen Leistung.
Aber außer mir war, zumindest in meinem Umkreis, keiner angetan von seiner Whitney Houston Einlage am Ende. Und hinter mir plärrte es "GEH NACH HAUSE, SCHWUCHTEL!!" <.<;;

Ahaha... ~.~ Wie gemein! Ihr hundsgemeinen Kulturbanausen!
Das fand ich wirklich dumm.



Dann begab sich eine lange Wartezeit. Und. Es kamen ein paar Drängler. Die meisten wurden eh zurückgeschubst. Aber ein Mädel kam bis zu mir und wollte noch vorbei.
Pff.
Ich war stur. Hab völlig dicht gemacht. Und irgendwie wurde es ein lustiges Spiel. Sie versuchte es links an mir vorbei, ich ging einen Schritt nach links, als sie es rechts versuchte, ging ich eben nach rechts.
Irgendwann schnallte sie dann mal, dass es hier nix zu holen gab und kehrte auch wieder um. Dafür bekam ich zwei/drei respektvolle Blicke von den halb bekifften Kerlen um mich herum.
Nunja.

Als die Peppers auf die Bühne kamen. Um neun. Warfen alle ihre Hände in die Luft und der merkwürdige Jüngling neben mir schrie mir Neuigkeiten ins Ohr. Beispielsweise "Flea ist da und John ist ganz in rot!" und ich *nick, nick* ^^;; Ich konnte echt nix sehen. Die ersten Minuten waren schlichtweg Ebbe.
Nun.
Aber es wurde noch schlimmer. Bei dem dritten oder vierten Song begann die ganze, zu 80 Prozent aus männlichen Wesen bestehende, Menschenmasse zu pogen. Mächtig. Und gewalttätig. Und kurz wurde ich noch von dem Jüngling neben mir beschützt, doch plötzlich war der verschwunden, untergegangen, nirgends zu sehen und ich wich einem Ellenbogen aus, zog die Füße ein und ließ mich von Claudia aus dieser Hölle ziehen.
Primitive Scheiße.
*Schulter zuck* Ich bin eben untypisch.

Jedenfalls. Haben wir uns zurück in den Gang, den Flur, den Graben, verkrümelt. Die Hahnenkämpfe nur von weitem voll Genervtheit betrachtend.
Und dann hatte ich Appetit auf Eis.
Also sind wir zum Eis-Hasen. Ich glaub, so hieß der Stand. Und es war selbst da noch so enorm laut, dass der Eismann mir sein Ohr gegen die Lippen drückte, um mich zu verstehen.
Und ich aß drei Kugeln Zitroneneis mit Sahne und Schokosoße. Lecker schmecker.

Und dann. Gingen die schon von der Bühne. Mister Anthony hatte bis dato bereits sein ulkig hässliches Boleroding ausgezogen... die Frisur allerdings veränderte sich nicht mehr.
Erm. Und wir entschieden so langsam gen Ausgang zu schlendern. Dort allerdings hielt uns ein Krankenversorgemann auf. Ein junger, dürrer Kerl mit einer großen Nase, der zwar nett war, aber unser Anliegen nicht verstand.
Nun.
Die Zugabe haben wir dann eben doch noch gesehen.
Und es gab auch nur diese eine.

Kaum saßen wir daraufhin in der S-Bahn fing es tierisch an zu regnen. Es schüttete wie aus Eimern. Zum Parkplatz hin sind wir zwar gerannt, aber das nützte gar nichts. Klatschnass im Auto angekommen, tropfte mir während der Fahrt das Wasser vom Pony, den Augenbrauen und jeglichen anderen Haarspitzen und Ecken meines Gesichtes.

Und es hörte nicht auf zu regnen. Selbst mit dem Scheibenwischer auf höchster Stufe musste ich langsam fahren, um die Begrenzungsleuchten ausmachen zu können.
Und dann, mitten im Wald, ein Warnblinker an.
Nanü?
Ich also langsam rangefahren, ebenfalls Warnblinker an. Und. Da stand ein Auto im Graben. Also angehalten, ausgestiegen. Nun endgültig durchnässt gefragt worden, ob ich ein Abschleppseil besitze. Ich nicke, gebe es hin.
Allerdings hatte das betroffene Auto keinerlei Öse zum befestigen.
Kurzes Gespräch. Viel Danke und Gute Nacht und Kommt gut heim.
Und wir sind weitergefahren, ohne groß helfen zu können.



Nun. Die Peppers haben knapp 1 1/2 Stunden gespielt. Recht wenig für das viele Geld, was sie verlangen.
MCR waren sehr gut und ich freue mich darauf, dass ich sie vielleicht noch einmal live sehen kann. Wenn es klappen sollte.
Ich betrachte und höre gerne Schwuchteln. U_U






The Daumen Battle, yeah!




~...the situations described within are false...~
5.7.07 01:03


Verfluchter Scheißendreck noch mal, mir wurde mein Eintrag gelöscht! Jetzt bin ich beleidigt und hab keine Lust mehr. >_<



~...please put the doctor on the phone, 'cause I'm not making any sense...~
6.7.07 23:10


Gut, dass ich mit guter Laune dienen konnte und damit niemandem den Tag verdorben habe. (So hoffe ich.)





~.~





~...Alkaline...~
8.7.07 00:16


Da weder die Namensweihe, noch der heutige Tag, oder Morgen oder Übermorgen mich so sehr beschäftigen, dass ich darüber berichten möchte, sitze ich nun wieder vor diesem gestrichelt umrahmten Fenster von myblog.de, das mit seiner Weißheit meinen Genervtheitsgrad in die Höhe schnellen lässt.

Ich bin nicht so gut gelaunt, dass ich witzige Sachen vom Stapel lassen könnte. *sfz*


Ausgebrannt bin ich. (Wovon, fragt sich der vielbeschäftigte Mensch von heute, der in dem Alltag des Lebens täglich Einzug hält.) Entnervt. Übermüdet. Und entwurzelt. Überladen von Emotionen, die ich gezwungenermaßen in die Ecke verbanne. Habe keinerlei Kreativität. Schaffe nichts, gar nichts. Bewege mich schneller, als ich will. Werde gehetzt, belabert, ignoriert, übergangen. Trage Klamotten, die erstbesten, in denen ich mir nicht gefalle. Habe keine Lust mich umzuziehen. Schlafe schlecht, aber tief. Funktioniere wie eine Uhr.
Bin so überreizt, dass ich heute knapp einem Unfall entgangen bin.
Möchte meine Ruhe, mehr Frieden, drei Wochen Urlaub auf meiner einsamen Insel.
Und fünf Umarmungen.
Will nicht immer antworten müssen, schauen müssen, gut sein müssen, pünktlich sein müssen.

Ich bin wieder so weit. Jeden Abend. Und jeden Abend immer mehr. Dass mir die Leere vorkommt, wie etwas, dass sich ausdehnt in meinem Inneren, mir den Kiefer auseinanderdrückt, dass mir die Augäpfel rausquellen, die Haut aufplatzt.



Heute ist eine unserer jungen Puten ertrunken. Und vor der Schiebetür lag eine Maus, halb aufgefressen. Neben ihrem Kopf lagen Gedärme und ihr Mäulchen war weit aufgerissen. Ich wollte mich übergeben, hatte aber dafür weder Zeit noch Energie.
Der Tod ist hässlich und ekelhaft.
Ich wünschte, er sähe angenehmer aus, für die, die am Leben bleiben.




Außerdem dachte ich heute, während ich mit neunzig auf der Straße fuhr, an eine Art der Poesie. Wenn ich sterben würde in meinem Auto, blutend, mit zertrümmerten Gliedmaßen, eingequetscht zwischen Plaste und Metall. Blaues Metall. Zerfetzter Stoff und blaues Metall und dazwischen mein totes Fleisch. Wirklich. Ich hielt es diesen einen Moment für perfekte Poesie.
(Und ich möchte mir selbst glauben, dass das ein schneller und guter Tod wäre.)








Ich weine nicht.



Heute nicht. Und auch nicht gestern.





~...und tausenden anderen Interpreten...~
9.7.07 23:14


Ab Morgen bis Freitag bin ich nicht in diesem Bundeslande.
Aber es mag kaum auffallen in meiner Unzuverlässigkeit.



Da ich nun auch die heutige Feierlichkeit hinter mich bringen konnte, fühle ich mich erleichtert. Aber immer noch, wie könnte es anders sein, viel zu müde.

Und meine Laune ist zum kotzen. Jede Ablenkung ist gut und dass Annett noch da ist, ist nur mein Glück. Denn sie lächelt und tätschelt und plappert und ich bin zwar noch immer stinkig mit mir und der Welt und mit Paps und dennoch scheint nicht alles ganz so grau zu sein.


Mag Chrissie mich mit Meckereien nerven und das Meer mich in Melancholie ertrinken lassen... Ich bin totunglücklich und mir soll alles recht sein.





Vielleicht sterbe ich den Tod der Gerechten.

(Und das ist wahrlich ein dummer Satz zum Abschied.)






~...it's good to have you with us...~
10.7.07 23:22


Zurück. Voll Glück.
Mit Sack. Und Pack.


Nee, wie war das in Paris? Ähm...

Auf der Reise in die Ferne begleitet Sie Brigitte Berne! xD Die Frau war so merkwürdig...




Njo. Jedenfalls bin ich wieder da. Stralsund war fein. Bei den Störtebekers hat's geregnet. Mit einer kurzen Pause. Fünf Minuten. Eventuell.
Und als ich die Kapuze abnahm, lachte Annett plötzlich los. Weil. Ich Senf in den Haaren hatte.
Nur Gott weiß, wie jener da hin kommen konnte. <.< Ächem.


Der Fotoapparat ist langsam aber sicher am absterben. Und ich weiß, dass ich dieses Jahr nicht mal daran denken brauch, ob ein Neuer in Frage kommt... *sfz* Schön wäre es dennoch.
Das herrlichste Motiv nützt mir nix und ich kann mich auch verrenken und belichten wie ich will, wenn die Maschinerie nicht mehr mag. ~.~



Und. Wir haben dieses Jahr wieder kleine Enten! Sechs Stück! Sie sind ganz putzelig und erst gestern geschlüpft und noch flauschig und schusselig und ich liebe sie. Drei werden braun werden, die andere Hälfte schwarz. ^^
Sie wohnen jetzt bei Fritzi, Zimt und Zucker.

Die Puten sehen auch schon viel hübscher aus. Es ist toll anzusehen, wie die armen gerupften Viecher von ein wenig Sonne bereits genesen und aufblühen. Ihr Gefieder ist jetzt schneeweiß.
Die Gänse verlieren auch so langsam ihren Flaum. Doch am schönsten wird die Phase, wenn sie ausgewachsen sind, aber ihre piepsige Stimme noch nicht ganz abgelegt haben. >.<
Und die anderen Enten entwickeln sich, natürlich, einwandfrei. Die sind aufdringlich. Diese Breitärsche.

Haha! Ich bin so froh wieder zu Hause zu sein.

Nur Mopselpups macht mir Sorgen. Der ist mickrig. Ich hab ihn heute bereits fünf Minuten vor den Strahler gesetzt.
Wenn es Morgen noch nicht besser wird, werde ich ihm Vitamine ins Wasser geben.




Und ach! Was freu ich mich auf mein Bettchen und eine ruhige Nacht. Annett hat wieder geschnarcht wie drei alte Männer und ein Boot. (Wie dieses dumpfe 'Muuuuuuuuub.' - Horn, wenn sie losschippern, nech.)

Wenn man durch Schnarchen wach gehalten wird, hegt man schlimmste Mordgedanken. Selbst gegen die geliebte Schwester. Ich hätte sie am liebsten gewürgt, erstochen, aus dem Fenster geworfen, erschossen, den Kopf abgehackt und vergiftet. U_U

Man verzweifelt! Ich hätte heulen können! Ich war so müde und wollte so gern schlafen, aber dieses verdammte Schnarchen... Graaaah. So ein unangenehmes Geräusch.

Zumal Schnarcher ja nie Schlafprobleme haben. Die legen sich ins Bett und pennen. Punkt. Wenn sie mal munter werden, trinken sie einen Schluck und pennen. Punkt.
Es gibt nicht mal den Hauch einer Chance, dass man einen Moment der Ruhe zum Einschlafen nutzen kann. Nee. Gibt es nicht.

Und ich war gänzlich schadenfroh, wenn Annett, immer auf dem Höhepunkt ihres Schnarchechos, sich an ihrem Schleim verschluckte, kurz röchelte und den Kopf drehen musste. Chr chr. Das entlockte mir ein Lächeln. Wahrlich.





Ich weiß gar nicht, woher ich die gute Laune nehme. Aber es soll mir egal sein, solange sie nur anhält. Bitte.






~...du Rübe...~
13.7.07 23:33


Ich wusste nicht genau, warum ich sauer war.
Und ich wusste auch nicht, warum ich wieder nicht gut schlafen konnte.

Aber ich träumte von einem Schulprojekt, in dem es darum ging, dass die gesamte Klassenstufe in einem Raum das alte Rom in Kleinformat bauen sollte. Und in der Aula sollten wir auftreten, jeder als etwas anderes. Gottheiten und Kaiser.
Und ich als Spiegel. Meine Haare färbten sie silbern, Herr Kuhn, und ich trug ein Kleid, eines dieser, die nur an der Brust gerafft sind und dann fließend wie ein Wasserfall den ganzen Körper bis zum Boden hinabfallen. Ebenfalls in silbern. Und hinter mir lief jemand, irgendein kleinwüchsiger Kerl mit dem Namen Egon, der einen braunen Rahmen um mich hielt.
Das war merkwürdig und sehr anstrengend. Das Laufen. Aber wenigstens hatte ich keinen Text wie alle anderen. Denn Pupsi war die Göttin der Jagd und musste allerlei Zeug aufsagen.

Mh.

Und dann wurde ich geweckt und putzte mir die Zähne über der Badewanne, weil die Stützstrümpfe von Paps im Seifenwasser nur langsam sauber wurden.
Und daraufhin sollte ich nach Bühlau fahren und Paps abholen. Aus der Heuernte zum Essen. Und ich freute mich darauf, dass er aus dem Traktor steigen und ächzen und mit freudig angestrengtem Gesicht ins Auto krabbeln und von dem Zustand des Heus erzählen würde.
Doch als ich ankam, war Basti gerade dabei, den Russen nach Hause zu fahren und sagte mir, dass Paps schon auf dem Weg nach Hause sei. Mit dem Fiat. Und so stieg ich ins Auto und fuhr zurück, wo er bereits auf der Bank unter den Bäumen saß.
Da überkam mich eine Wut, dass ich nur 'Hallo.' sagte und auf sein Nachfragen nur mit einem Kopfschütteln reagierte.
Während dem Essen sprachen wir kein Wort miteinander, der Fisch schmeckte nicht und plötzlich kullerten mir die Tränen aus den Augen, ähnlich wie letzte Nacht, unkontrollierbar und ich entschuldigte mich, ging ins Bad und heulte da viele Minuten, ohne mich beruhigen zu können. Ganz jämmerlich. Und mein Rock wurde immer nässer, weil mir das Salzwasser vom Kinn und der Nase tropfte. Und ich gab es auf, es wegwischen zu wollen, musste mich konzentrieren, weiter zu atmen.
Als Annett schauen kam, sagte sie nichts, wusch sich die Hände und setzte sich auf den Badewannenrand. Als ich zu ihr aufsah, weinte sie ebenfalls und fragte, ob ich mit ihr nach Bayern fahren möchte. Für eine Woche oder länger.
Aber was würde das bringen...
Meine innere Ruhe finde ich nirgends mehr. Egal, wie weit ich fahr.

Paps kam nicht zu mir, ignorierte mich, hatte keinen Nerv für meinen Scheiß und ging wortlos.
Und ich heulte lächelnd, als Mumschka mich tröstete. Weil es nicht meine Absicht war, sie auch noch traurig zu machen.



Meine Selbstbeherrschung ist erschöpft. Je mehr ich ruhig bleiben möchte.





Ich möchte es so gern richtig und gut machen.





Aber ich fühle mich. Nicht gut.




~...He pressed a chaste kiss to his lips. His eyes were wild, a maelstrom of emotion and madness...~
14.7.07 14:55


And if the answer is No, can I change your mind?
14.7.07 23:42


Angina inklusive Fieber und Schüttelfrost.


Das passt mir. So gar nicht. In den Zeitplan.
15.7.07 23:08


Bis elf lag ich mit Paps in der Stube auf dem Sofa, er auf der langen, ich auf der kurzen Seite, die Köpfe beieinander, irgendeinen Schund gucken.
Als ich daraufhin in mein Zimmer kam, mich auf's Sofa setzte und bedröpfelt vor mich hin glotzte, bemerkte ich ein dutzend Ameisen rings um meinen Wäschefrosch. Ich versuchte sie, in meiner fiebrigen Schusseligkeit, alle zu töten, doch. War es wie mit den Radfahrern und den Fußgängern.
Egal, wie viele man umnietet. Es wird immer wieder neue geben.

Daraufhin ging ich in die Küche, um mein Penicillin zu schlucken, trank -verbotenerweise- Limo, um die Tablette runterzukriegen und sah, während sich die gelbliche Flüssigkeit mühevoll an meinen gewaltigen Mandeln vorbeischlich eine Ameise am Küchenschrank. Ich beobachtete sie einige Sekunden voll Staunen. Dann sah ich zu meinen Füßen und entdeckte weitere zwei. Dann drehte ich mich um, sah zur Tür, hinter welcher sich ein ganzer Schwarm fröhlich tummelte. Mit der Flasche in der Hand, die ebenso offen stand wie mein Mund, verfolgte ich mit den Augen die Ameisenstraße, die einmal zum Katzennapf, einmal zum Lüftungsschacht und einmal die Kante der Wand nach oben verlief.

Man könnte es kurz 'Ameisenplage' nennen. In dem Moment, letzte Nacht kurz vor zwölf, war es für mich aber nur ein Reiskorn, welches zu all jenen anderen Reiskörnern in meine Reiskornschüssel fiel.
Und ich schrieb Mumschka einen Zettel, legte ihn ins Bad, stellte meinen Ventilator an, sagte meinem kranken Mopselpups und den neu dazugekommenen Ameisen in meinem Zimmer gute Nacht und legte mich ins Bett. Um mich eben da einige Stunden schwitzend und frierend zugleich hin und her zu rollen.
Punkt vier wachte ich auf und stellte mit Erstaunen fest, dass ich eingeschlafen war. Ich drehte mich herum, um aus dem Fenster sehen zu können. Draußen fing es bereits an zu dämmern. Unser Hahn krähte, die ersten Vögel zwitscherten bereits, ich schniefte, wischte mir mit dem schweißnassen Handrücken über die Nase. Ich überlegte, ob es lohnenswert wäre, ein wenig zu lesen, setzte mich auf, schniefte wieder, sah einen roten Tropfen auf mein grünes Nachthemd fallen und versickern. Und noch einen.
Sah mich nach einem Taschentuch um. Die Packung lag auf dem Schreibtisch. Seufzte, versuchte mit nur einer Hand die Leiter herunterzuklettern, schaffte es nicht. Musste mit meiner zweiten, blutnassen Hand mich auf das Laken stützen, sah, auf dem Boden angekommen, im Spiegel eine Kalkwand, von schwarzen Zotteln umrahmt, zwei hölzerne Perlen. Die Lippen schimmerten rot, von der Unterlippe hing ein Tropfen, über das Kinn zogen sich drei blutige Straßen.
Das Taschentuch sog sich voll, meine Nase gab auf. Das Blut auf meinen Lippen trocknete, zog sich schmerzhaft zusammen.

Das Waschbecken verlor seine Weißheit, war hellrot gesprenkelt.


Und ich schlief bis um sieben nicht mehr ein.
16.7.07 12:10


Man beachte:





^^
18.7.07 12:47


Nässerer.

Das Wort 'nass' in seiner Steigerung benutze ich ausschließlich schriftlich in der falschen Form.
Ebenso wie bei der Mehrzahl des Wortes 'Bus'.




Gestern auf dem Heimweg im Auto.
Irgendwo zwischen Dresden und Großharthau.
Odett "Meine Laune schwankt so derbe, das fällt mir immer mehr auf. Wenn ich bei dir bin, kann ich auch mal rumblödeln und kindisch sein, aber auf Party, da kann ich nur arrogant sein und erwachsen tun."
Ich "Ja, ich weiß, was du meinst. Schon die Anwesenheit eines Menschen kann mich verändern. Einschüchtern oder stärken, zu einem Ekelpaket machen oder mich unentwegt lächeln lassen."
Odett "Das Umfeld, ne?"
Ich "Genau. Das hat einen umwerfenden Einfluss auf einen selbst. Und trotzdem bemerkt man es selten, man ist sich dessen nicht bewusst. Erst, wenn man darüber nachdenkt, sich darauf einstellt."
Odett "Mhm. ö.ö"
Ich "Ich finde es Schade, dass viele Menschen nicht die Zeit dazu finden, darüber nachzudenken. Dadurch haben sie nicht die Chance, sich selbst kennen zu lernen. Was nützt das größte Allgemeinwissen, wenn man stirbt, ohne sich selbst zu kennen?!"
Odett *sfz*
Ich "Traurig, oder?"
Sie "Ja."




Und wir haben über so einiges gesprochen. Es war größtenteils sehr spannend. Durch unsere unterschiedlichen Meinungen, Stile, Geschmäcker und Lebensarten werden Zustimmungen wertvoll. Aber auch ohne sie, oder eben ohne sie, war es für mich lehrreich und schön mit ihr zu reden. Endlich wieder.
Und so frei.
Wir sind beide sehr ehrlich. Nur so macht es Sinn.




Und ihre Verliebtheit. Hat wenig Bedeutung. Weder ist es schmerzhaft, weil ich nicht reagiere. Noch ist es wichtig, dass ich darüber nachdenke und es somit wertschätze.
(Und ich habe nichts falsch gemacht.)






~...oh, I think I smell a rat...~
20.7.07 00:24





ö.ö Der Titel müsste wohl lauten 'Das kranke Kind'.

Ursprünglich sollten die Haare violett werden. Pflaume, Flieder, lilapink.
Aber mein Plan veränderte sich. Mag es an der Musik der White Stripes liegen oder an der Wärme. Und statt lila wurde nun eine Strähne blau, und eine andere rot. Und die dazwischen eine verkorkste Mischung aus beidem und ein wenig weiß.
In der Neigung wie die Mutter den Kopf des Kindes nach vorn beugt, müsste er eigentlich schon kippen...
Aber. Das ist nicht der einzige Fehler. U_U






Um elf im Netto an den Kühltruhen.
eine Frau *meine Mutti erkenn und zu uns gelaufen komm*
Mumschka "Oh, Guten Tag. ^^"
Sie "Lange nicht gesehen, guten Tag."
Ich ^^
Sie "o__o Wer ist denn das?! *das mit einem merkwürdigen Unterton frag*"
Ich °___°;;;
Mumschka "Das ist Maria, meine Jüngste."
Sie "Achso. ^^ *mir die Hand schüttel* Hallo!"
Ich "Hllllch. *sogar beim Krächzen absterb*"
Sie Ö.o
Mumschka "Äh. Sie hat eine Mandelentzündung..."
Ich *nick*
Sie "Aha. e.e"


Meine Kinderärztin. Sie konnte sich nicht an mich erinnern. (Warum also ihre Abneigung? O__o)





Mh!





Der Regen ist durch. Das ist gut. Sonst würde die Elke ganz nass werden. ^^



~...all the words are gonna bleed from me and I will think no more...~
20.7.07 22:55


Es gibt kein zurück mehr.

Nein.













(Die Spannungslücke.)


(Siehe oben.)








Auch dieser Tag wird sein Ende finden! Ö___Ö




Stolpen.
Paps, ich und Harald warten vor der Waschanlage.
Autoradio *düdel*
Paps *rauch*
Ich *sfz*
Die Besitzerin des soeben in der Waschstraße befindlichen Autos *dumm rumsteh*
Ich "A Chicken, dude, a fucking chicken!! *plärr*"
Paps o.o
Ich >.<
Die Frau Ö.o;;









~...a fluffy chicken, you know what I mean...~
21.7.07 23:56






Yooneun ist eine dieser überaus dramatischen Figuren. Schon auf den ersten Seiten wurde sie geschändet. Und von da an hat man sie niemals glücklich gesehen.

(Und es scheint fast, als gäbe es einfach kein Happy End für sie, nirgends auf der Welt.)





(Und sie erinnert mich an eine junge Nonne. Dabei ist der Vergleich sicher unpassend.)






~...mehr Tische...~
22.7.07 19:16


Vor einer Stunde ist Gregor gestorben. Ich musste nicken, als der Tierarzt mich fragte, ob er ihn einschläfern soll.

Hätte ich mit dem Kopf geschüttelt, so hätte er vielleicht noch eine Woche gelebt. Um dann zu ersticken.







Meine Güte, hab ich eine Rotznase. Mopsel würde mich ganz böse angucken.






Scheiße ist es. Mit dem Leben. Und dem Sterben. Scheiße.

















I can tell that we are gonna be friends...



~...I'll speak until I break...~
23.7.07 19:12


Die Fortsetzung...


Perlen

[...]

Sie streichelt mit ihren warmen Fingerkuppen meine Stirn. In ihrer Güte, wie eine Mutter.
Verliere, in Armseeligkeit. Sehe nur grau und spüre nur grau, lasse mich trösten.



Verliere die Schärfe der Umgebung, die Genauigkeit der Wahrnehmung, als meine Gedanken die Überhand gewinnen. Gedanken an mich. Gedanken an meine Traurigkeit. Als ich versuche, zu verstehen, zu analysieren, zu begreifen, wie es sich anfühlt, wie ich es beschreiben kann. Möchte es im Gedächtnis behalten, mich daran erinnern können, an diesen Moment.
Und sehe und weiß, dass es nicht möglich sein wird.
Und blinzle und bin für einen Augenblick frei von jeglicher Fassung und schaue mich an, wie ich sitze, die Kante der nächsten Stufe sticht einen blutroten Streifen in meine Wade, ein Salzwassertropfen kitzelt mein Kinn, ist da erkaltet, wartet auf den Fall.
Auf meiner Stirn sind Gräben, als ich sie runzel. Reibe darüber mit beiden Händen. Und lasse sie wieder in meinen Schoß sacken.
Wie müde ich bin. Möchte mich nach unten zu den Perlen legen. Zu einem Bild werden, das friedlich scheint. Meine Gestalt, grün und schwarz und braun und elfenbein zwischen den Perlen.
Es scheint mir erstrebenswert, lohnenswert und richtig genau das zu tun.

Doch wieder schließe ich nur die Augen, seufze und sage mir, dass es gut ist. Es ist jetzt gut. Hör auf zu denken, zu träumen, du Naivling. Auf der Suche nach Schönheit und Perfektion findest du nur Unverständnis. Geh nach Hause, geh schnell, leg dich hin, schließ die Augen.

Nur da wirst du sie finden. Und du wirst die bunte Perlenkette tragen und sie wird wieder ganz sein und deine Augen werden strahlender sein als die Sonne.






~...I wish this house felt like a home...~
24.7.07 17:49


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