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Ein schwerer Traum.
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Nein, leichtfertig bin ich nicht. Auch weiterhin werde ich mir das. Nicht einreden lassen.

Die zwei Wochen verbrachte ich mit allerlei Acryl, viel Hausaufgaben, sehr vielen Mails, knapper Luft, knacksenden Gelenken, unheimlich viel Sehnsucht und Vorfreude und Wut und Angst und Traurigkeit.
Annett war lange da.
Kati kam zu Besuch.

Ich bin ein bisschen ungewiss, hielt es erst nicht für möglich. Aber vielleicht fehlt mir auch nur die Ablenkung, die die Gedanken vom kreisen abhält.
Wochenenden wie diese mag man erleben, zumindest ein Mal, um sich daran zu erinnern und abzuwägen.
Und erst die Zeit wird zeigen wie bedeutungslos es war.

Der Herr Architket quält sich mit Einsamkeit. Benni freut sich auf so allerlei Zeit mit mir. Er ist einer der wenigen, der sie so einfach und so kostenlos bekommt.


Kommende Woche bekomme ich einen Anruf. Wäre mein Praktikumsplatz dadurch bereits gesichert, wäre mir eine große Last genommen.






~...I see you in my sheets, I see you in my sleep, I see you from my steps, you're walking up my street...~
1.11.08 23:26


Letztes Wochenende mopste ich dreisterweise das Buch des Herrn Architekten, welches er mir vorenthalten wollte, aufgrund des verstörenden Inhaltes.
Ich las bereits die ersten Seiten, während er duschte und seinen Nacken auf einem Heizkissen entspannte.

Das Mädchen, das die Streichhölzer zu sehr liebte


Fest steht, dass der Augenblick kam, wo sie alle wieder aus der Kirche herausgekommen sind und dem Sarg folgten, man fragte sich, ob sie ihm nicht bis ins Grab folgen und sich alle mitbegraben würden, aus einer stumpfsinnigen Anziehungskraft heraus, so wie unser ehemaliger Hund, der mir nicht von der Seite wich, wenn ich vor Blut triefte. Das war sogar der Grund, warum Vater schließlich Mottenkugeln in seine Kost gab.


"Und deine Mama? Lebt deine Mama nicht mit dir?"
"Zu Hause hat es nie Huren gegeben" ,sagte ich.
Ihre Gesichter sagten mir, dass dies einer Aufklärung bedurfte, und ich fügte hinzu:
"Alle Mütter sind Huren, aber man kann auch heilige Jungfrauen sagen, wenn es einem lieber ist, der Unterschied ist winzig."




Ich habe eine harte Zeit und weinte sehr viel die letzten Tage.

Aber das gehört dazu.




~...sonst niemand...~
14.11.08 19:26


Kurz und knapp?

Heut ist der letzte Novembertag.
Ich lerne, zu telefonieren, gestern zwei Stunden. Eine davon atmete ich nur.
Das Kleid ist zu 70 Prozent fertig.
In elf Tagen ist die Präsentation dessen.
In dreizehn Tagen fahre ich erneut nach Wien.
Könnte man mehr Zeit in einem Zug verbringen, als ich?
Wer weinte mehr diese Woche, als ich?
Mumschka überstand die Operation. Und das gut.
In gewisser Weise überfordere ich die Welt. Damit sind wir quitt.
Meine Zensuren sind mittelmäßig.
Ich träume oft von Verfolgungen mit tödlichem Ende. Von Schlachten. Metzeleien.
Könnte ich es mir aussuchen, wäre der Architekt wieder da und ich würde täglich eine halbe Stunde mit ihm spazieren gehen. Und es ginge vieles leichter und er wäre nicht so einsam.
Aber es geht nicht nach mir.
Und Bennis Hände sind immer warm.

Bald ist Weihnachten. Ich möchte mindestens zwei Umarmungen mehr am Tag.






~...you look back. Not just once. Not just twice...~
30.11.08 14:55





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