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Ein schwerer Traum.
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Die erste Modenschau. In Chemnitz, IHK. Zwei Durchgänge, ich trug zwei Kleider. Man ist seltsam wenig aufgeregt, während man läuft. Schaut sich um und sieht dutzende fremde Menschen und die Musik ist nur dumpf wahrnehmbar.
Auch mein Kleid wurde getragen.

Erst heut gab es wieder Streit.







~...I can watch but not take part...~
1.2.09 19:46


4 Tage in Prag gewesen. Herumgelegen und gemalt, aber viel mehr rumgelegen. Aus den alten Fenstern geschaut und Musik gehört.
Als er mich in Dresden abholte, fiel eine Last ab. Ich saß neben ihm im Auto, endlich wieder in diesem Auto, und kraulte ihm Nacken und Schultern und fühlte mich, weiß Gott, jünger und entspannter.

Nun ist es weniger als einen Monat bis er wieder da ist.

Wird es auch nur ansatzweise so wie zuvor, ist das erfreulich.


~...the truth is...~
10.2.09 22:01


In Prag sagte er einen Satz, spaßig und um mich zu necken "Das wird das letzte Mal sein, dass du bei mir schläfst!"
Und das war nicht die erste Stichelei und wir rechneten beide damit, dass ich einen Schmollmund ziehe. Aber stattdessen begann eine jämmerliche Heulerei.
Er versuchte mich zu beruhigen mit allem was ihm einfiel, aber je mehr er das tat, desto wütender wurde ich. Als er ein letztes Mal versuchte, mich zu umarmen, schob ich ihn harsch weg. Daraufhin ließ er mich los, drehte sich herum und schlief wenig später ein.
Und ich weinte noch sehr lange. Mit völlig leergefegtem Kopf. Ohne Gedanken, die sich vor meinem inneren Auge wieder und wieder abspulten. So wie es sonst ist.
Mit der Vorahnung einer Erkenntnis, die noch nicht zu begreifen war.

In Prag lernte er niemanden kennen. Verabredete sich nicht, war nicht unterwegs. Konnte sich mit niemandem unterhalten, erlebte nichts.
Wenn ich ihn besuchte, blühte er auf, wenn ich ging, war er tottraurig. Und wie konnte ich anders als das zu genießen? Wie konnte meine Egozentrik das nicht ausnutzen...
Wäre ich ein solcher Mensch, wie ich es vorgebe, ihm gegenüber zu sein, wäre ich nicht monatlich zu ihm gefahren. Ich hätte mich verweigert, hätte ihm gesagt, er solle Leute aus der Stadt treffen und nicht auf mich vertrauen.
Ich bin wie ein Hund. Übertrage ihm Verantwortung, bettle und jammere. Und tue so, als wäre es uneigennützig, immer für ihn da zu sein. Dabei lasse ich ihm keine Wahl. Schnüre ihn ein mit meiner Fürsorglichkeit, wickle ihn ein, manipuliere.
Und obwohl er so unzufrieden ist und unter der Isolation leidet, bedankt er sich bei mir.

Wie grausam.

Aber selbst wenn ich das bemerke und mir vornehme ihn nicht weiter so willkürlich bei seiner Abkapselung zu unterstützen, bezweifle ich, dass ich es schaffe.

Letztlich.

Will ich die Menschen für mich allein. Und ihn mehr. Als andere.





Aber ich bin nur ein Hund.


~...da sind Elefanten und Nilpferde...~
21.2.09 23:40





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