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Ein schwerer Traum.
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Do you want to see the world,
Do you want to see the world?
Do you want to see the world in a different way?!




Mein Tag, das kann man so sagen, fing an in einer Art und Weise, die...

Kurz vor sieben. Und meine Haut war über und über mit Schweiß.
Das nächste Mal wachte ich auf, da war es nach neun und aus der Küche hörte ich Stimmen.
Das nächste Mal war es halb elf und jemand rief 'Na los, Julius, gehen wir Ostereier suchen.' und dann schlief ich nicht wieder ein und Wasser tropfte von meiner Stirn und meinen Augen und sammelte sich in meinen Kniekehlen und an der Wirbelsäule.

Ich stand auf, kurz nach zwölf, stellte Rotkraut und Mischgemüse auf den Herd und ging ins Bad. Wo ich wenige Minuten in den Spiegel sah und dachte 'Meine Augen spiegeln so sehr, dass keiner sehen wird, wie traurig ich bin.', setzte mich auf den Fußboden mit dem Rücken an die Badewanne und putzte mir die Zähne mit Zahnpasta, die rosa ist und schmeckt wie Medizin und strenge Kräuter.

Während dem Mittagessen sagte ich kein Wort und Basti, der mich zuvor an der Hand genommen und in mein Zimmer gezogen hatte, dass ich ihm ein Formular kopiere, sah mich nicht an wie sonst und Paps stellte mir auch keine Fragen und bemühte sich, nicht allzu rüpelhaft zu sein und wäre Julius nicht gewesen, der herumplapperte, wäre die Stimmung wohl gekippt und hätte sich nicht wieder gefangen (selbst, wenn ich gegangen wäre oder wenn ich mir ein Lächeln abgerungen hätte).



...



Aber jetzt ist es geklärt und besser (nur noch lange nicht gut und wahrscheinlich wird es das auch nie sein) und Talent drückte mir ihre Nüstern ins Gesicht und zog meinen Geruch so tief ein, dass ich das Gefühl bekam, sie könnte ihn ganz und gar aufsaugen und meine Traurigkeit gleich mit und meine Hässlichkeit und musste unwillkürlich lächeln und tätschelte ihren weichen, braunen Hals.
Ich konnte den Boden nicht sehen, weil der Wind heut so stark ist, dass meine Haare mir jede Sicht nehmen, aber gestolpert bin ich nicht. Und tapferer will ich werden.



Und mich nie wieder jämmerlich darüber freuen müssen, dass Opa im Eifer seiner Rede Claudias Namen immer wieder mit meinem verwechselte.






Erst der Wind trocknete meinen Schweiß und kühlte meine hitzige Stirn und ich konnte nicht anders, als Gott danken, dass er mir hilft, wieder und wieder, in dieser Güte, von der sie sprechen und die ich spüre. Ich danke dir. Dass du mich nie verlassen wirst.







Do you want to see the world....
9.4.07 14:23
 


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