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Ein schwerer Traum.
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Nach drei Skizzen, zwei weggeworfenen und einer abgebrochenen wegen Mangel an Lust und Laune und übermäßiger Frustration, saß ich auf meinem roten Drehstuhl, glotzte erst auf meine Knie und dann zu meiner Uhr. Immer noch die mit dem Pferd, die ich zu meinem, ich weiß nicht, Zwölften?, Geburtstag bekommen habe. Kurz nach eins. Und ich dachte 'Was mach ich denn jetzt?' und war recht bedröppelt, weil mir partou nichts einfallen wollte und ich dachte 'Was mach ich denn sonst um diese Zeit?'.
So ging ich die Möglichkeiten durch, hatte aber weder Lust auf Lesen, noch auf eine der beiden DVD's, die auf dem Schreibtisch rumliegen und auch zu wenig positive Energie und Genialität und großkotzige Selbstverliebtheit, um den Brief an Odett zu verfassen, den ich bereits seit zwei Monaten versuche zu schreiben. Gregor rannte eifrig im Laufrad, völlig desinteressiert an meiner Verzweiflung und als ich meine Tür einen Spalt öffnete, sah ich nichts als Dunkelheit und hörte das gedämpfte Schnarchen zweier Gestalten.
Es war wie oft. Nur bewusster.

Ich, der Einzelkämpfer.


Aber, da bin ich selbst Schuld.



Ich wünschte mir sogar, die Fahrstunden wären schon losgegangen, dass mein Kopf voller Sorgen und Flüchen wäre und Satzanfängen wie 'Hätte ich doch nur...' und 'Wäre ich bloß...' und 'Warum, verdammt noch mal,...' und 'Ich bin so peinlich, es ist nicht zum aushalten.' (Richtig. Letzteres war ein vollständiger Satz. U.U).


Und irgendwie hatte ich Lust zu reden. Über nichts Wichtiges, das war mir völlig egal. Nur reden oder zuhören. Ich hätte zu fernsehen Lust gehabt, hätte es jemand mit mir getan.
Aber ich denke, das war dieses Denken, das sich automatisch in diesen Situationen einstellt. Und wäre jemand gekommen, irgendwer, dann wäre es mir nicht recht gewesen und ich hätte mich in meiner Verwirrung gestört gefühlt.


Je erwachsener man wird, umso mehr verlernt man dieses 'Beieinander allein sein'. In einem Raum sein, ohne etwas miteinander zu tun.
Als Kinder saß man eben zusammen, der eine las, der andere schaute fern. Und es war in Ordnung und niemand machte sich Gedanken.
Aber heute, Jahre später, muss man fragen 'Möchtest du etwas trinken?' und 'Wie geht es dir?' und kann nicht nur nebeneinander sitzen und sein Ding machen.



Wahrscheinlich lernt man das aber wieder. Nur ist die Vertrautheit einfach viel schwieriger zu erreichen. Da kommen eben erst tausend Fragen und Gesten und kleine Dinge, bevor man soweit ist.




In meinen Träumen bin ich immer noch ein Kind und wenn nachts Filme kommen, an deren Anfang es heißt 'Dieser Film ist für Zuschauer unter 18 Jahren nicht geeignet.', ist es eine Erinnerung daran 'Oh, ich bin ja 19. Na sowas.'. ^^ Das ist merkwürdig. Merk ich selber.





Ich wünschte, ich wäre noch acht Jahre alt und würde nicht von Männern begrapscht und angegafft werden und könnte darauf vertrauen, dass jemand für mich spricht und von Politikern im Wahlkampf Luftballons geschenkt bekommen und im Chinarestaurant einen Lutscher kriegen, statt Pflaumenschnaps.




Das Erwachsensein ist einfach nicht mein Ding.






~...die Inhalte...~
2.5.07 18:00
 


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