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Ein schwerer Traum.
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Da weder die Namensweihe, noch der heutige Tag, oder Morgen oder Übermorgen mich so sehr beschäftigen, dass ich darüber berichten möchte, sitze ich nun wieder vor diesem gestrichelt umrahmten Fenster von myblog.de, das mit seiner Weißheit meinen Genervtheitsgrad in die Höhe schnellen lässt.

Ich bin nicht so gut gelaunt, dass ich witzige Sachen vom Stapel lassen könnte. *sfz*


Ausgebrannt bin ich. (Wovon, fragt sich der vielbeschäftigte Mensch von heute, der in dem Alltag des Lebens täglich Einzug hält.) Entnervt. Übermüdet. Und entwurzelt. Überladen von Emotionen, die ich gezwungenermaßen in die Ecke verbanne. Habe keinerlei Kreativität. Schaffe nichts, gar nichts. Bewege mich schneller, als ich will. Werde gehetzt, belabert, ignoriert, übergangen. Trage Klamotten, die erstbesten, in denen ich mir nicht gefalle. Habe keine Lust mich umzuziehen. Schlafe schlecht, aber tief. Funktioniere wie eine Uhr.
Bin so überreizt, dass ich heute knapp einem Unfall entgangen bin.
Möchte meine Ruhe, mehr Frieden, drei Wochen Urlaub auf meiner einsamen Insel.
Und fünf Umarmungen.
Will nicht immer antworten müssen, schauen müssen, gut sein müssen, pünktlich sein müssen.

Ich bin wieder so weit. Jeden Abend. Und jeden Abend immer mehr. Dass mir die Leere vorkommt, wie etwas, dass sich ausdehnt in meinem Inneren, mir den Kiefer auseinanderdrückt, dass mir die Augäpfel rausquellen, die Haut aufplatzt.



Heute ist eine unserer jungen Puten ertrunken. Und vor der Schiebetür lag eine Maus, halb aufgefressen. Neben ihrem Kopf lagen Gedärme und ihr Mäulchen war weit aufgerissen. Ich wollte mich übergeben, hatte aber dafür weder Zeit noch Energie.
Der Tod ist hässlich und ekelhaft.
Ich wünschte, er sähe angenehmer aus, für die, die am Leben bleiben.




Außerdem dachte ich heute, während ich mit neunzig auf der Straße fuhr, an eine Art der Poesie. Wenn ich sterben würde in meinem Auto, blutend, mit zertrümmerten Gliedmaßen, eingequetscht zwischen Plaste und Metall. Blaues Metall. Zerfetzter Stoff und blaues Metall und dazwischen mein totes Fleisch. Wirklich. Ich hielt es diesen einen Moment für perfekte Poesie.
(Und ich möchte mir selbst glauben, dass das ein schneller und guter Tod wäre.)








Ich weine nicht.



Heute nicht. Und auch nicht gestern.





~...und tausenden anderen Interpreten...~
9.7.07 23:14
 


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