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Ein schwerer Traum.
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Ich wusste nicht genau, warum ich sauer war.
Und ich wusste auch nicht, warum ich wieder nicht gut schlafen konnte.

Aber ich träumte von einem Schulprojekt, in dem es darum ging, dass die gesamte Klassenstufe in einem Raum das alte Rom in Kleinformat bauen sollte. Und in der Aula sollten wir auftreten, jeder als etwas anderes. Gottheiten und Kaiser.
Und ich als Spiegel. Meine Haare färbten sie silbern, Herr Kuhn, und ich trug ein Kleid, eines dieser, die nur an der Brust gerafft sind und dann fließend wie ein Wasserfall den ganzen Körper bis zum Boden hinabfallen. Ebenfalls in silbern. Und hinter mir lief jemand, irgendein kleinwüchsiger Kerl mit dem Namen Egon, der einen braunen Rahmen um mich hielt.
Das war merkwürdig und sehr anstrengend. Das Laufen. Aber wenigstens hatte ich keinen Text wie alle anderen. Denn Pupsi war die Göttin der Jagd und musste allerlei Zeug aufsagen.

Mh.

Und dann wurde ich geweckt und putzte mir die Zähne über der Badewanne, weil die Stützstrümpfe von Paps im Seifenwasser nur langsam sauber wurden.
Und daraufhin sollte ich nach Bühlau fahren und Paps abholen. Aus der Heuernte zum Essen. Und ich freute mich darauf, dass er aus dem Traktor steigen und ächzen und mit freudig angestrengtem Gesicht ins Auto krabbeln und von dem Zustand des Heus erzählen würde.
Doch als ich ankam, war Basti gerade dabei, den Russen nach Hause zu fahren und sagte mir, dass Paps schon auf dem Weg nach Hause sei. Mit dem Fiat. Und so stieg ich ins Auto und fuhr zurück, wo er bereits auf der Bank unter den Bäumen saß.
Da überkam mich eine Wut, dass ich nur 'Hallo.' sagte und auf sein Nachfragen nur mit einem Kopfschütteln reagierte.
Während dem Essen sprachen wir kein Wort miteinander, der Fisch schmeckte nicht und plötzlich kullerten mir die Tränen aus den Augen, ähnlich wie letzte Nacht, unkontrollierbar und ich entschuldigte mich, ging ins Bad und heulte da viele Minuten, ohne mich beruhigen zu können. Ganz jämmerlich. Und mein Rock wurde immer nässer, weil mir das Salzwasser vom Kinn und der Nase tropfte. Und ich gab es auf, es wegwischen zu wollen, musste mich konzentrieren, weiter zu atmen.
Als Annett schauen kam, sagte sie nichts, wusch sich die Hände und setzte sich auf den Badewannenrand. Als ich zu ihr aufsah, weinte sie ebenfalls und fragte, ob ich mit ihr nach Bayern fahren möchte. Für eine Woche oder länger.
Aber was würde das bringen...
Meine innere Ruhe finde ich nirgends mehr. Egal, wie weit ich fahr.

Paps kam nicht zu mir, ignorierte mich, hatte keinen Nerv für meinen Scheiß und ging wortlos.
Und ich heulte lächelnd, als Mumschka mich tröstete. Weil es nicht meine Absicht war, sie auch noch traurig zu machen.



Meine Selbstbeherrschung ist erschöpft. Je mehr ich ruhig bleiben möchte.





Ich möchte es so gern richtig und gut machen.





Aber ich fühle mich. Nicht gut.




~...He pressed a chaste kiss to his lips. His eyes were wild, a maelstrom of emotion and madness...~
14.7.07 14:55
 


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