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Ein schwerer Traum.
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Wenn ich nur davon schreibe, welche Arbeiten ich schon wieder vor mir habe und dass das linke Abblendlicht von Harald kaputt ist und dass meine Haare in den letzten Monaten unglaublich schnell gewachsen sind, dann liegt das nicht daran, dass mein Leben aus nichts anderem mehr besteht.

Aber das Tiefere, was mich viel mehr und eigentlich beschäftigt, woran ich denke, wenn ich aufwache und bevor ich einschlafe und während ich auf einen Punkt stiere, wäre unfair hier zu erwähnen. Es breit zu latschen. Noch mehr.
Ich glaube, das gehört sich wirklich nicht.

Lieber schreibe ich, dass ich mich nicht geschnitten habe, seit gefühlten Ewigkeiten nicht mehr. Und wenn ich das Bedürfnis dazu hatte und bereits Richtung Schubfach schaute und es bildlich vor mir sah, wie rote Bächlein an ihren Ufern Krusten bilden, oh man. Dann dachte ich daran, wer alles sauer sein würde und welche Pullover ich daraufhin nicht mehr tragen könnte. Und irgendwie. Half es mir. Auf magische Weise. Dass ich mich wieder zurücklehnen, den Kopf wieder in den Händen oder an den Knien vergraben und mich beruhigen konnte.




Und als ich am Donnerstag eine Sichtweise auf mich hörte, die völlig anders war, als alle bisherigen, die man mir anvertraute, stutzte ich nur kurz. Was weißt du schon?! Dachte ich. Und wusste, dass er eigentlich viel wusste. Aber nicht alles und nur über mich, nicht von mir. Du weißt, wie es aussieht, wenn ich sage, dass ich keinen Hunger habe, aber nicht, wie ich esse. Wenn ich allein am Küchentisch sitze und mir ein paar Gabeln voll Kartoffelbrei in den Mund schiebe und dabei denke, dass ich fürchterlich aussehe, hoffend, dass es nicht zu sehr auffällt.
Du weißt, wie struppig meine Haare aussehen, nachdem ich sie gewaschen und gefönt habe. Aber du weißt nicht, wie ich dasitze, auf dem Sofa, zusammengekauert, die Stirn auf die Knie gelegt und den Fön über mir haltend wie einen Heiligenschein.
Du weißt nur, wie ich mit dir umgehe, alles andere nur von ungefähren Erzählungen. Hast mich nie beobachten können, nie in der Schule gesehen, nie im Kontakt mit anderen.

Max Frisch sagte 'Du sollst dir kein Bildnis machen!' und das finde ich sehr weise und doch hält sich niemand daran, auch ich nicht.




Diese Nacht wachte ich auf und es war dunkel, die Katze schniefte leise unter mir auf dem Sofa und ich sah aus dem Fenster und sah, wie sich grünliches Licht auf die Steinfläche vom Balkon spiegelte und dachte 'Maria, was träumst du denn da?!'.





Mich schmerzt nichts. Ich bin nur nachdenklich.


~...finally there is clarity..~
19.1.08 11:22
 


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