photo DSCF3169_zpsa723161f.jpg


Ein schwerer Traum.
  Startseite
  Über...
  Archiv
  Chlorophyll
  Papier
  Holz
  Stein
  Eisen
  Baumwolle
  Porzellanscherben
  Wachs
  Pudding
  Lena
  Du zögerst?
  Porzellan
  Kontakt
 

  Abonnieren
 


 



https://myblog.de/eeroismus

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Ein Termin beim Psychiater, der mir lächelnd sagte, dass ich mich sehr zum Guten verändert habe. "Denken Sie nur daran, wie Sie vor zwei Jahren vor mir saßen." Doch zum Blutabnehmen lasse ich mich eben immer noch nicht überreden.
Eine neue Hunderter-Packung Tabletten, die übliche Dosis. Viel Glück bei den Prüfungen und bis Juli.
Ich bin nicht gleichgültig, aber eine von schrecklich vielen. Und seine Haare sahen furchtbar aus. (Allein, dass ich das sagen kann, fetzt doch irgendwie.)

Als ich dann ins Klassenzimmer kam, saßen die anderen bereits eine halbe Stunde. Dreieinhalb Stunden Bio. Danach schien mir alles Wurst.
Gemeinschaftskunde und mir war nicht nach den üblichen Sprüchen. So begrüßte ich Herr D. nicht wie üblich und schaute wohl nicht wie üblich und nach fünf Minuten Unterricht hielt er mitten in einem Satz inne und sah mich an. Ich bemerkte das erst durch das langgezogene Schweigen und als Mutti sich zu mir drehte. Und so blickte ich auf und dem guten Mann ins Gesicht und damit war es wohl wieder gut.
In einem Moment der restlichen Zeit war er mich so leid, dass ich das erste Mal einen mahnenden Blick von ihm bekam.
Aber mir war nicht nach Reue wegen Albernheit. Ich ärgere mich über die Zwei, die er mir letztens auf meinen Vortrag gab. Und über die Wutader an seiner Stirn, die sich spätestens nach zwanzig Minuten bildet (aufgrund von Unaufmerksamkeiten in der letzten Reihe), egal, wie oft Mutti und ich auf seine Diskussionswünsche eingehen.

Auf der Fahrt nach Dresden begann schnell ein Streitgespräch mit Paps. Er explodierte sehr schnell und redete mir dazwischen, sodass ich ihn fragte, ob er mir überhaupt zuhört und darauf meinte er 'Nein, ich will dir gar nicht zuhören. Es interessiert mich nicht.' und so schwieg ich und ließ ihn bis in die Stadt hinein reden und sich aufblasen. Ich weinte nicht und biss die Zähne nicht wieder so schmerhaft zusammen. Viel mehr dachte ich an ruhigere Momente und an gestern und an zu Hause und irgendwann war er fertig mit seinem Gezeter und sein Fazit hieß 'So seh ich das. Aber ich weiß, dass du das anders siehst.' und er sah zu mir und ich nickte nicht einmal, sondern ließ noch fünf Minuten verstreichen, bevor ich ihm eine Kleinigkeit erzählte.
Dadurch war immerhin der Rückweg friedlich.


Als ich auf dem Parkplatz des Autoteile-Ladens auf ihn wartete, sah ich einen Vogel. Die massiven Betonplatten waren uneben und in einer kleinen Pfütze badete er so ausgiebig und in einer Arschruhe, dass ich mit dem Kopf an der Scheibe wirklich nur an eines denken konnte.



Ich fühle mich erleichtert und möchte weinen.






~...lila und türkis...~
18.4.08 21:52
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


Die Datenschuterklärung und die AGB habe ich gelesen, verstanden und akzeptiere sie. (Pflicht Angabe)

 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung