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Ein schwerer Traum.
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Die freie Zeit sollten wir nutzen für das Ausarbeiten der Einsprechthemen. Doch während ich im Hinterkopf hatte, dass die Mündlichen Prüfungen doch erst in zwei Wochen beginnen, fand ich einfach keinen Nerv.
Ich träume nachts davon, hochnäsige Lehrer zu verprügeln und ihnen ihr beleidigendes Maul zu stopfen. Da ist immer noch viel Wut und Aggressivität. Unabstreitbar.
Gleichzeitig sage ich allen, vor allem mir selbst, dass die Arbeiten für die Kirche erstmal Vorrang haben. Man verlässt sich auf mich.

Gut, dass ich privat weder Streit noch Kummer durchstehen muss.



Und gestern war ich erstmals baden. Schwamm aber nur zwei Runden, weil Julius erneut ein Auge auf mich geworfen hatte und sich mit seinen dünnen Ärmchen und Beinchen an mir festklammerte und mit aufgerissenem Mund feixte.



Am Donnerstag sprach ich an, dass unsere Vertrautheit nachlässt und ich zu gern wissen möchte, woran es liegt. Ob ich enttäusche, nervig bin oder abstoßend. Und er sagte, er wisse nicht, was ich meine. Er fühlt keinen Unterschied zu sonst.
Kurz zuvor nannte er mich bei meinem Namen, was er sonst nie tut, weil ich den gleichen Namen trage wie sie. Und während ich mich freute, erschrak er sehr und faselte sein Verdrängungszeug von 'Nie wieder Beziehung' und 'Was paar Jahre so alles mit einem anstellen' und 'Für Frauen nichts mehr aufgeben'.
Letztendlich wird es noch derselbe Grund sein, den er bereits ansprach. Unser Verhältnis zueinander ist seltsam und zu viel für eine Freundschaft. Was ich aber immer schlichten konnte, indem ich ihm vor Augen führte, wie egal es ist, was andere seltsam finden, solange wir damit zufrieden sind.
Durch seine neuen Bekanntschaften der letzten beiden Monate mag es so sein, dass er mein Geklammere eher als störend empfindet. Es zeigt ihm, dass ICH die Seltsame bin und er das wahrlich nicht nötig hat. Andererseits will man jemanden wie mich schon noch behalten. Und so zieht er die Grenzen seiner Distanz neu und schiebt mich weiter weg.
Dann sind da noch seine Erinnerungen an sie (wir nennen sie immer nur sie und haben dabei beide ein unangenehmes Gefühl, sodass wir das Thema nach kurzem Schweigen möglichst schnell wechseln).
In manchen Momenten beteuert er mir, dass ich große Bedeutung habe für ihn und kann es nicht ertragen, wenn ich von anderen Männern spreche.

Letztlich. Kennt jeder meine Situation. Habe ich Hoffnung oder sollte ich das Thema abschließen?
Und wenn ich andere Menschen wegschiebe, wegen meiner Unsicherheit bezüglich ihm, ist das richtig? Es schützt den anderen, es schützt mich. Oder ist es nur Verdrängung?
Ich denke, am Ende werde ich allein dastehen. Weil ich zu lange gewartet habe.
Oder wird sich mein Warten lohnen? Wird er irgendwann irgendwo sein, sich umschauen und denken 'Was mach ich hier? Ich will nur bei Maria sein.'. Wie wahrscheinlich ist das?!

Wenn ich es bis jetzt nicht geschafft habe, ihn von mir zu überzeugen, werde ich es dann jemals?


Ich denke, ich werde mich weiter bemühen, die bestmögliche Freundin zu sein und ihm mehr Freiheit schenken. Mehr Reife zeigen. Ich weine nicht, weil es schmerzt, das tut es wirklich nur selten. Ich weine, weil es neu und ungewohnt ist, so behandelt zu werden.
Ich bin verwöhnt. Dafür kann er nichts.




Mumschki hat mir zum Kindertag etwas geschenkt. ^^
Nächsten Monat bin ich wieder eine Woche allein zu Hause. Abstinenz tut mir sicher gut. Lerne, Maria, lerne. Das allein sein und die kleinen Selbstverständlichkeiten zu schätzen.








~...I rarely thought about myself...~
1.6.08 14:18
 


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