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Ein schwerer Traum.
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Am Montag begannen die zwei Wochen von Stress, Hektik, Unsicherheit und Einsamkeit.
Ich verpasste den einen und stieg anschließend in den falschen Zug. Kam eine Stunde später an, als geplant. Sonnenuntergang auf dem Gottlöberberg. Plinsen.
Der Dienstag verlief glatt. Böse Kopfschmerzen. Acht Stunden Anstrengung unter Menschen, die ich nicht kenne, vor allem nicht beim Namen. Doch ich war bereits die, die lustige Sprüche einwirft. Die bemuttert und gern hilft.
Den Mittwoch schleppte ich mich bis zum Nachmittag. Um in der Straßenbahn den jämmerlich kritischen Punkt zu erreichen. Geheule und Rotze am Jackenärmel. Spatzen badeten im Staub. Als er kam, diskutierten wir die ganze Fahrt hindurch. Und ich sagte einiges, was ich ihm niemals sagen wollte. Wir aßen Döner. Mittlerweile weinte ich nicht mehr. Doch tat es erneut, als er wegfuhr. Ich sei das Traurigste. Und wir waren aufrichtig.
Donnerstag. Eine kleine Routine. Man kennt meinen Namen, jeder in der Klasse tut das. Bin ich auffällig? Zumindest witzig. Keine Probleme Sitznachbarn zu haben. Niemals abseits. Scheinbar nicht ungewollt. Ein sehr selbstständiges Mädchen lächelt mich an. Und ich kann nicht abstreiten, dass ich das mag und es mich stolz macht. Ein anderes fährt mit meinem Zug. Auch mit der Straßenbahn. Und so läuft sie auch noch nach der Schule neben mir her. Weil ich verlässlich bin? So unheimlich zuverlässig, freundlich. Oder vielleicht sieht sie eine Art von Coolness. Eine Partnerprojekt mit einem unheimlich hübschen Mädchen. Natürlichkeit, gewelltes, dunkles Haar. Braune Augen. Zierlich, besonders, mit einem wunderbaren Lächeln. Sehr ehrgeizig und zielstrebig. Das einzige, das mich stört.
Am Freitag war ich fast nicht mehr müde. Langweilige Stunden. Aber Gelächter in der Gruppe, das den Tag nicht allzu unerträglich machte. Am Bahnhof erkannte ich A. sofort. Es konnte nur er sein. Und so vertieft im Lesen und in der Musik, wie er war, musste ich so nah herantreten, bis ein Rockzipfel direkt in sein Sichtfeld geriet. Wir beide aßen zum ersten Mal an jenem Tag etwas Anständiges. Toastbrot mit Salami und Käse überbacken. Welch Einfallsreichtum. Sechs neugeborene Hasenkinder. Unangekündigt. Planloses Einkaufen. Ein liebes Telefonat mit Paps.
Samstag. Nur Liegen und Gekicher und wirre Ideen und Pläne mit aneinandergedrückten Köpfen. Eine überlange Pyjamaparty. Ohne Pyjama.

Und Kafka.







(Mittwoch. Leberwurst.)














Und ich schäme mich. Er sagte. What shall we do, what shall we do with all this useless beauty?


~...when you're done...~
31.8.08 21:24
 


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