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Ein schwerer Traum.
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Es ist wieder Zeit vergangen.

Die Kollektion steht nun fest. Meine letzte Collage ist fertig, Kati ist endgültig als Model festgelegt.
Nächste Woche werde ich einige LK's schreiben. Mathe und Wirtschaftskunde, glaube ich.
Das Nähen ist beinahe schon Routine, das Arbeitszimmer ist fast fertig. Der Leinenstoff für die Präsentation wird bald gekauft. Ich wählte ihn in Maisgelb.
Schnittkonstruktion ist eines der Fächer, die ich am wenigsten mag. Neben Sport, Maschinen- und Werkstoffkunde. Auch Fertigungstechnik ist öde. Was aber an der Lehrerin liegt.
Vieles an dieser Schule erinnert mich an das Bischofswerdaer Gymnasium. Was es mir nicht leicht macht.

Vor nunmehr zwei Wochen entschieden Benni und ich, er ist 2,08 m groß, dass wir ins zehn Jahren -wenn bis dahin nicht die Liebe, eine andere Heirat oder der Tod zugeschlagen hat- Hochzeit feiern werden. Er kaufte Ringe aus Edelstahl, die wir nun täglich tragen. Letztes Wochenende aßen wir gemeinschaftlich mit der halben Klasse bei ihm Spätzle. Danach gingen wir in der Altstadt spazieren und aßen Chips vor dem Fernseher. Mit dem Hasen. Am nächsten Tag schliefen wir lange, besuchten Pillnitz und putzten anschließend schweigend die Wohnung. Danach aßen wir zu Abendbrot, bevor er mich zum Zug brachte.
Welch natürliche Freundschaft. Er sagt, es fühle sich an, als kenne er mich schon ewig.
Benni ist ein Schussel und versessen auf Stoffe und Kostüme.
Ich verstehe von beidem nichts und dennoch ergänzen sich so oft unsere Gedanken, dass ich ihm zustimmen muss. Wir kennen uns in irgendeiner Weise schon lange.

Die beiden Mädchen, die mir die acht bis zehn Schulstunden erträglich machen, sind Kati und Bianca. Die eine so absolut genügsam, die andere brav und furchtbar liebenswert.

Mein Mangel an Zeit brachte mir, in diesen wenigen Wochen, die die Ausbildung ja erst andauert, schon einige Schmollereien. Ich kann mich nur dafür entschuldigen, dass ich unfähig bin, mich zu zweiteilen.
Ich werde mich bemühen, alles besser unter einen Hut zu bringen.

Gestern stritt ich mich mit dem Herrn Architekten. Mir riss der Geduldsfaden und ich sagte ein paar Dinge, die ich hätte lassen können. Mir tut nur leid, wie plump ich war. Aber es war ehrlich und ich bin es leid.
Alles muss mal ein Ende finden und ich möchte ihn nicht immer nur schwermütig und trauernd erleben. Sie wird nicht zurückkommen. Auch wenn er noch drei Jahre jammert. Und auch wenn es die Eine war und er sich dabei ganz sicher ist. Auch dann wird sie nicht zurückkommen.
Ich kann einfach nicht mehr. Weil es mich schmerzt. Es ist jetzt genug.

Während jeder über meine Verlobung mit dem minderjährigen Stofffanatiker schmunzelte, wurde er ein wenig wütend. Es sei leichtfertig. Ich solle Verantwortung zeigen.
Ich erschrak, das muss ich sagen.
Und bis zu dem Zeitpunkt sah ich es nicht aus diesem Blickwinkel.
Aber es ist ein freundschaftlich naiver Spaß und viele lachten darüber und es gibt ein kleines warmes Bauchgefühl. Wie heißer Kakao zum Einschlafen.

Nächstes Wochenende möchte ich nach Prag. Bis dahin ist der Streit geschlichtet. Wir stritten uns nie länger als zwei Tage.






~...slip through...~
28.9.08 20:19
 


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