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Ein schwerer Traum.
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Ich lag schon im Bett seit um eins. Und lag da eben. Und lag. Und hab nachgedacht. Und mich auf den Rücken gedreht und versucht die Decke zu sehen, obwohl es zu finster dazu ist. Dann fiel mir etwas ein und noch etwas und ich dachte 'Man, ich sollte das aufschreiben, damit es aus meinem Kopf geht und ich einschlafen kann.' Aber sicher war ich mir deswegen nicht und hab noch 10 Minuten versucht die Augen zu schließen. Gerade, als ich mich entschlossen hatte, aufzustehen und die Lampe versuchte anzuknipsen, machte es PENG!. Kein allzu lautes Peng, aber laut genug, um mich zu erschrecken. Und hätte mir Pupsi nicht zu irgendeinem Geburtstag eine Taschenlampe geschenkt, würde ich jetzt noch im Bett liegen (zu feige im Dunkeln die Leiter runterzuklettern) und meine Gedanken- und meinen Körper- hin und her wälzen.


Mein erster Gedanke war: Man, Maria. Man. Was du vor einem Jahr gedacht hast und gesagt... man, und was du vor einem halben Jahr gedacht und gesagt hast... und vor einem Monat und gestern auch... man, dafür solltest du dich so schämen, dass du dran verreckst.


Mein zweiter Gedanke war: Da gab es diesen Jungen, diesen Mann, denn ich glaube, er war schon 18, war aber so schmächtig, so engelsgleich, dass ich ihn nicht Mann nennen möchte. Denn das Wort 'Mann' tut weh in meinen Ohren und ich verbinde mit dem Wort nichts Gutes oder... irgendetwas, was ich mit diesem Jungen verbinde. Und das war in Dresden und ich hab dazu was geschrieben gehabt und muss es jetzt (auf der Stelle!) unbedingt noch einmal lesen, weil mir der Anblick nicht mehr aus dem Kopf geht. Und das ist selten, dass mir etwas nicht mehr aus dem Kopf geht, weil ich sogar Katharina langsam vergesse und nicht mehr weiß, wie sich ihr Lachen angehört hat und ihr Atem gerochen hat und ob ihre Hände öfter kalt oder warm waren.

Da war einer, der hatte herrliche Haare (die waren glatt und sahen aus, als würden sie ganz fluffig weich sein, hihi) und eine schnieke Brille und einen tollen Pullover. Der hat sich an seinem Bier verschluckt und die Arme um seine Beine geschlungen und den Kopf auf die Knie gelegt. Und das sah in der Umgebung irreal aus. So friedlich und... *sfz* was weiß ich. (Ich sollte aufhören, fremde Leute zu beobachten.)

Die Brille war schwarz umrandet und die Haare braun und die Augen grün oder grün mit blau und der Pullover sah aus, als hätte er ihn bei H&M gekauft oder bei C&A oder aus dem Katalog. Und er hatte einen Geldbeutel, so wie ihn Männer mit Jeans haben. Männer, die keinen Arsch haben und ihren Geldbeutel hinten in die Tasche stecken, damit es wenigstens so aussieht, als hätten sie einen Ansatz von einem Arsch. Männer, die dafür extra viele Rechnungen aufheben und in ihren Geldbeutel stopfen, damit er noch dicker ist und noch mehr den nicht vorhandenen Arsch retuschiert. Aber er hatte seinen Geldbeutel nicht ausgestopft (er hatte auch keine Jeans an), sein Geldbeutel war fast leer und er hatte ihn scheinbar nur mit, um etwas in den Händen zu haben, in der Zeit, als sein Kumpel mal aufgehört hat zu reden.


Ja, daran erinnere ich mich noch. Weil es friedlich war und so, dass man nicht wegsehen konnte. Aber ich glaub, ich war die einzige, die das bemerkt hat, denn sonst hat ihn keiner beachtet.



Seit Vorgestern steht die Heizung auf dem Schneeflockensymbol und dementsprechend kalt ist es im Zimmer und dementsprechend frieren tu ich auch.

Und deswegen geh ich jetzt wieder ins Bett. Mein Kopf ist auch gleich viel leichter.



~...It's not me...~
3.4.06 02:13
 


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