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Ein schwerer Traum.
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Der Schein der wei?en Kerze flackert stumm. Bildet Licht und Schatten an den W?nden. Das einzige Hell in der Dunkelheit, die mich schon seit Stunden umgibt und zerfrisst. Be?ngstigend und doch so beruhigend. Gegens?tzlich - wie meine Gef?hle f?r dich.
Meine Finger krallen sich tiefer in den Stoff der Decke, die meine Mutter mir w?rmend ?ber den K?rper legte. Dennoch zittere ich. Mir ist kalt. Ich sp?re keine W?rme. Denn du bist nicht da. Wie konnte ich? Damals... es scheint so lange her, doch sind es erst 3 Monate... als ich dich verlie?. Sp?re noch immer deine Umarmung. Deine Arme, die sich besitzergreifend um mich schlangen. Dein Gesicht an meiner Schulter vergraben. Leise hast du gebettelt, gefleht, gebetet. Ich h?rte dich, doch h?rte ich dich nicht. Durfte nicht. Es wurde mir verboten – verzeih mir. Dein Blick, verschleiert durch die endlosen Tr?nen, die immer mehr deine Wange benetzten, so leer. Deine H?nde zitterten, dein K?rper bebte, dein Herz blutete. Kann deinen Anblick nicht vergessen. So traurig, so verlassen. Kann es nicht verstehen, nicht begreifen, wie schwach ich dich machte. Allein ich war Schuld an deiner Depressivit?t?! Ich, die doch so viel wert ist, wie ein verschimmelter Moschuspilz (Bitte, verzeihe meine Ironie). Habe dir nie geben k?nnen, was du brauchtest, so dringend ben?tigtest. Das tut mir leid. So unendlich.
Erinnere mich an die Vormittage, an denen wir gemeinsam die wenigen Schulstunden besuchten und danach gemeinsam den kurzen Weg zur?ckliefen. Der Duft deiner Zigarette stieg mir in die Nase. Widerlich- Ich vermisse ihn. Die schlurfenden Ger?usche deiner Schuhe auf dem Asphalt, weil du immer zu faul warst, deine F??e richtig zu heben. Nervig- Ich vermisse sie.
Erinnere mich an die Nachmittage, an denen du mir immer dein Essen gabst. Kuchen, Schokolade oder Kekse. Hast sie selbst gern gegessen, doch gabst sie mir mit einem Nicken. Die Pr?gelei um den Kakao nahmst du gern auf dich, nur um mir einen Becher reichen zu k?nnen. Auf deinen geschundenen Beinen fand ich einen Platz, auch wenn alle St?hle besetzt waren.
Erinnere mich an die N?chte, in denen du auf leisen Sohlen durch das Zimmer geschlichen kamst. Wie du vorsichtig unter die Decke gekrochen bist. Du wolltest mich nicht wecken, doch ich war wach. Habe so lange nicht geschlafen, bis du an meiner Seite lagst. Deine H?nde suchten nach den meinen, gab sie dir gern. Dein frierender K?rper suchte den meinen, r?ckte gern zu dir heran. Du suchtest N?he, ich gab sie dir so unheimlich gern. Streichelte deine Wange, bedeckte sie mit einem sanften Kuss. Beobachtete dich im Schlaf. Deine Brust, die sich bei jedem Atemzug w?lbte. Deine Lippen, die oftmals leise Worte fl?sterten im Traum. Deine Augenlider, die aufgeregt hin und her zuckten. Deine kleine Nase, die glatte Stirn, das runde Kinn. Schenkte dir meine ganze Aufmerksamkeit, meine wohlverdiente Ruhe. Nur um am n?chsten Morgen dein belustigtes Schmunzeln zu sehen, weil ich mich qualvoll aus dem Bett pellte.
Erinnere mich an so vieles und bedaure, dass ich ebenfalls so vieles vergessen habe. Denn es ist das Einzige was mir bleibt. Die Erinnerung. Werde dich nicht wieder sehen. Darf nicht, kann nicht. Doch dein Lachen wird auf ewig meine Gedanken fluten.
Ich liebe dich f?r das, was du bist. Ich hasse dich f?r das, was du nie sein wirst.
Mein Engel.
22.9.04 18:52
 


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