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Ein schwerer Traum.
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Noch unglaubliche 39 Tage. Das sind weniger als 40.


Die Nacht lieg ich im Bett, schlafe, wache plötzlich auf und denke 'Scheiße, was ist, wenn ich ohnmächtig werde? O___O'


o.o

Aber das ist Stuss. Bin ich noch nie.





Sie sagte, dass ich mich ständig rechtfertigen muss, dass ich ständig schon weiter denken muss, während ich etwas tue, ob das für die anderen normal wirkt oder ob ich schon wieder etwas erklären muss und ob ich es überhaupt erklären kann, dass sie es verstehen. (Oder, Frau Müller?!) Dass es gerechtfertigt ist, dass ich mich zurückziehe, weil es gerechtfertigt ist, dass ich mich unwohl fühle, wenn Paps seine Sachen macht, die ich nicht ertragen kann und wenn fremde Leute hinter dem Tisch sitzen und das Essen sich ewig hinzieht, dass es gerechtfertigt ist, dass ich nichts sage und die Witze nicht witzig finde und auch nicht so tue und dass ich nichts dafür kann, dass andere das nicht so sehen und nicht so denken und nicht so handeln.
Dass es okay ist, dass ich ständig weine, weil das meine Art der Reaktion ist. Andere Leute schreien eben oder schimpfen oder laufen weg oder erstarren und sagen gar nichts mehr. Weil meine Sicht der Dinge anders ist und selbst wenn es für andere keinen Grund gibt zu weinen, ist für mich trotzdem diese Sache so schlimm, so tief, schmerzhaft und so beleidigend und erniedrigend, dass es gerechtfertigt ist, dass ich weine und mich dann eben nicht mehr zusammenreißen kann.
Dass ich mich nicht als Problem bezeichnen darf, nur weil jemand sagte, dass die Sichtweisen der anderen die richtige Sichtweise ist.



In irgendeiner Weise beruhigte mich das. Und mein schlechtes Gewissen war kaum noch spürbar. Aber andererseits fühlte es sich so an, als würde sie mich als... völlig krank hinstellen.
'Es ist okay, dass du krank im Kopf bist, das ist nicht deine Schuld.'
So ungefähr, nur nicht so arg wie jetzt ausgedrückt.

Und das, finde ich, widerlegt alles nette, aufbauende und beruhigende, was sie vorher gesagt hat. Der ganze Plunder wurde durch die Erkenntnis, dass sie mich als krank ansieht, für mich wieder völlig nichtig und wertlos.
Wie dieses ganze andere leere Gelaber.


Und ich dachte 'Vielleicht versteht sie mich auch jetzt nicht. Aber sie hat gemerkt, dass sie an mich herankommt, wenn sie so tut als ob.' und ich dachte 'Machen Psychologen das nicht so?!' und das erschien mir wirklich logisch.



Manchmal denke ich, dass an mir gar nicht viel nicht stimmt, dann kann ich meine Macken an einer Hand aufzählen und es kommt mir so vor, als wären die egal und nicht weiter störend oder hinderlich an irgendwas.

Aber die meiste Zeit bin ich mir selbst lästig und schwanke zwischen 'Ich bin Zeitverschwendung und ich verschwende meine Zeit.' und 'Ich habe allen Grund glücklich zu sein, ich muss die Zeit nutzen, die man mir dafür gibt, ich muss jetzt aufstehen und stark werden und in weniger als einem Jahr so viel wert sein, wie man mit 19 Jahren sein muss.' und 'Ich bin so traurig, ich möchte nur noch liegen.' und 'Alles ist wunderbar und alles würde sich jetzt lohnen, ich bin okay und wenn etwas schief geht, werde ich lachen und wenn nichts schief geht erst recht und man wird mich heute gern haben und gern mit mir zusammensein und sich darauf freuen auch Morgen wieder mit mir zusammensein zu können.'

Und das beschreibt es so gut, dass ich jetzt nichts mehr zu sagen habe.


Außer: Heute geht es mir gut.



~..wenn der Schmerz bis an den Himmel reicht...~
17.10.06 14:16
 


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