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Ein schwerer Traum.
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Also. Termin bei Dr. Martens.

In Stichpunkten:

- wöchentliche Sitzungen sind unmöglich, denn er betreut nur knapp 15 Patienten, die dazu ein Recht haben und die sind schon sehr lange dabei

- das Team ist voll ausgelastet

- er empfiehlt, die Therapie in Neustadt unbedingt fortzusetzen

- allerdings macht er den Vorschlag, dass ich mich mit einer seiner Psychologinnen treffe, damit die mehr über mich herausfinden kann, um passende Medikamente für mich aussuchen zu können

- er denkt, dass es gut ist, dass ich mich nicht wohlfühle bei Frau Psychologin.




Ich habe geweint vor Enttäuschung.

Meine Gedanken in Stichpunkten:

- Wie kann ich ein Patient sein, 'der schon länger dabei ist', wenn man mich ständig im Stich lässt? Wie kann ich mir das Recht zu einer wöchentlichen Therapie verdienen? Was muss ich tun, um gut genug zu sein, so therapiert zu werden, wie ich es brauche? In welchem Universum ist dieses Prinzip fair?!

- Wenn das Team voll ausgelastet ist, gelte ich nur als Last, als Neuling, der sich einfach reingeschoben hat. Ich möchte darauf dann lieber verzichten, denn solche Gedanken möchte ich nicht verursacht wissen. Wirklich. Das macht mich kaputt.

- Was bleibt mir anderes übrig als weiter nach Neustadt zu gehen? Ich muss das nehmen, was ich kriege. Ich möchte für meine Eltern gesund werden. Und obwohl ich nicht denke, dass Frau Psychologin weiß, was sie tut, muss ich weiter hingehen.

- Für Medikamente bin ich offen. Allerdings nicht in Form von Stimmungsaufhellern. Sowas brauch ich nicht. Ich wünsche mir eine Pille, die meine Gefühle auf ein Minimum herunterschraubt. Ich möchte weder Angst, noch Wut, noch Trauer, noch Reue, noch Hass so enorm spüren, dass ich mich darin verlieren kann. Ich möchte nicht heulen müssen. Ich möchte, dass ich den ganzen Tag ein fröhliches Gemüt aufrecht erhalten kann, ohne dass mich irgendetwas daran hindert.

- Für Patienten mit Symptomen, die meinen sehr ähnlich bzw. identisch sind, mag das natürlich zutreffen. Ich persönlich finde es allerdings nicht gesundheitsfördernd, wenn ich mich von meiner Therapeutin gekränkt fühle. Ich bin zutiefst GENERVT von ihrem Kleingeist. Ich bin genervt von ihrer Sprechweise, von ihrer Art zu sitzen, von ihrer Langsamkeit, von ihrer Begriffsstutzig- und Taktlosigkeit. Ich kann es nicht ertragen, dass sie immer daneben liegt in ihren Vermutungen, dass sie mich nicht versteht und dass ich deswegen oft nur nicke und nichts sage und ihr nicht freiwillig von irgendetwas erzähle, weil ich schon vorher weiß, dass sie es nicht schnallt und die falschen Bemerkungen dazu macht und mich damit beleidigt.
Ich glaube nicht, dass es in diesem Fall gut ist, dass ich so ungern dahin gehe. Denn nur, wenn ich Respekt habe, wenn ich mich wohl, gut aufgehoben und verstanden fühle, erzähle und erkläre ich.


Ich glaube, die Therapie geht nicht voran.
Ich weiß nicht, ob es so eine Pille gibt


Deswegen habe ich geweint.








~...I'd encourage your smiles...~
1.11.06 10:23
 


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