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Ein schwerer Traum.
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Es kommt mir so vor, als hätte ich Einzelheiten meines Lebens schon hundert Mal erzählt. Umso unnötiger erscheint mir, es noch niederzuschreiben. So erinnerungswürdig ist das alles nicht.
Zumal ich auf und ab schwanke in allen Empfindungen. Gestern legte sich die plötzliche Wärme sehr auf meinen Kreislauf. Unter dem Stress der bald anstehenden Anprobe und der mickrigen Qualität des Stoffes, den man uns verkauft hat, wurde ich erst wütend, dann frustriert und letztlich zitterten meine Beine und ich begann zu weinen, obwohl ich alles daran setzte, es zu unterlassen. Auch Dienstag werde ich wieder weinen. Und wenn ich daran denke, dass es jetzt endlich zu Hause wieder besser läuft und ich meinen Vater mit meinen Leistungen und Bemühungen zufriedenstellen kann, ist es nur umso erbärmlicher, dass ich mich mit jedem anderen Menschen dieser Welt zu streiten scheine.

Ich sah heut Mr. Stolpen. Er kam mir in seinem alten Auto entgegen. Die billige Blumengirlande baumelt immer noch am Rückspiegel. Ich weiß nicht, was er jetzt macht. Und es ist auch nichtig.

Seit der Herr Architekt bei seinen Eltern in Chemnitz haust, ist der Kontakt so weit eingeschränkt und so weit bösartig verkalkt, dass sich Resignation über alles legt.
Ich weiß nicht, wie es ihm geht, oder ob er etwas davon merkt oder den ganzen Tag nur an irgendetwas rumschraubt und den Vögeln zusieht. Vielleicht werden wir uns in zwei Monaten wiedersehen und er wird von einer neuartigen Erfahrung der Ruhe und Abgrenzung sprechen. (Oder irgendsowas. Was Studenten eben so daherlabern...) Und ich werde still bleiben.
Oder er wird die Chance des bisher größten Abstandes zwischen uns nutzen und den Kontakt ganz einstellen. Und ich würde es hinnehmen, weil mir das besser erscheinen würde, als dieser Zustand, in dem mich jeder seiner Aussagen frustriert oder nervt.
Oder er wird mir mit abgewandtem Blick zeigen, dass er es nicht mag, wie viel Zeit ich anderweitig mit Menschen außer ihm verbringe, obwohl ich ihn von allen am liebsten habe. Und ich werde mich entschuldigen und alle anderen für ihn zurücksetzen. So wie ich es immer mache.
Vielleicht wird er sich aber auch so schnell und plötzlich in irgendeine Frau verlieben, die mir nicht im geringsten ähnlich ist, dass es mir den Boden unter den Füßen wegzieht und ich für zwei Wochen trauere und dabei ganz vergesse, dass unser Verhältnis zuletzt nicht so berauschend war, dass es sich zu trauern lohnt. Und ich werde denke 'Verdammt, ich hätte ihm nicht so die Luft abschnüren sollen.' und mir dann noch lange Vorwürfe machen, die absurd und belanglos sind, mich aber dabei unterstützen, in Komplexen zu baden, die mir eine Ausrede sind, wenn ich mir dies und jenes noch immer nicht traue.

Wie auch immer.

Meine Eltern mögen Benni sehr gern, vorallem Mutti. Als er zum Essen hier war und auch die Kinder am gleichen Tisch kleckerten und sogar meine Schwester lästerte, aß er lächelnd seine Kartoffeln, nahm Nachschlag, als Mutti ihn bat und mein Vater nannte ihn im Nachhinein "Einen strammen Kerl, der offen lachen kann."
Er ist mir eine große Stütze. Tapferes Kerlchen. Ich bin wirklich nicht leicht.


Bald beginnt mein 4-wöchiges Praktikum. Ich bin ängstlich, freue mich aber auch. Und möchte gerne bei Tanzproben zusehen. Heimlich nur.



~...if you felt desire...~
3.4.09 22:45
 


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